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Mittwoch, 30.1.2019

Selbsttätiges Lernen, Lernateliers:

Erleichtert oder verleidet die Schule unseren Kindern das Lernen?

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Newsletter vom 10.12.2017

«Digitalisierung» ist zur Zeit das Schlagwort Nummer 1 in unseren Medien. In Gewerbekreisen macht sich die irrige Meinung breit, der Wirtschaftsstandort Schweiz sei nur mit monumentalen IT-Projekten zu retten; insbesondere die Jugend sei künftig den Anforderungen des Berufslebens nur gewachsen, wenn sie vom Kindergarten an gewohnt sei, mit digitalen Medien zu «lernen». Das einzig Erfreuliche an dieser Verwirrung der Köpfe und der Herzen: Überall im In- und Ausland wird entschiedener Einspruch gegen die einseitige Gewichtung der digitalen Welt laut.

Selbstverständlich gehören auch digitale Medien in unsere Schulen – allerdings erst, wenn die menschlichen und stofflichen Grundlagen dafür da sind, um sie als Hilfsmittel sinnvoll einsetzen zu können. Denn das Leben «ist primär analog», so Carl Bossard zu Beginn unseres Newsletters, und zur konkreten Welt, der Natur, «führt kein digitaler Weg». Und unter dem Titel «Wahres Wissen ist human» stellt Heinz Rhyn, Rektor der PH Zürich, die rhetorische Frage, ob wir Menschen «mit Google, Wikipedia und Facebook [...] wissender, klüger, gebildeter geworden» seien. Wir nehmen ihn beim Wort und fordern seinen tatkräftigen Einsatz für eine Kehrtwende in der Lehrerausbildung! Das bedeutet die Respektierung der freien Lehrerpersönlichkeit und der Lehrer-Schüler-Beziehung als zentraler pädagogischer Grundlage allen Lernens. Wunderschön formuliert in den drei Leserbriefen unter dem Titel «Das Menschliche wird zunehmend verdrängt».

Wer von der flächendeckenden Digitalisierung der Schulen am meisten profitiert, nämlich globalisierte Unternehmen, die mit Hilfe entsprechender OECD-«Berichte» mit unseren zahlungskräftigen Kantonen und Gemeinden Milliardengeschäfte machen wollen, wird von den Medien inzwischen mehr und mehr aufgegriffen, so auch von Claudia Wirz im Artikel «Schöne neue Bildungswelt» (NZZ am Sonntag).

Schliesslich begegnen wir dem energischen Einspruch der Realität gegen «nicht funktionierende Schulsysteme», zur Diskussion gestellt im «Zürcher Unterländer». Der Abgang der Schulleiter und des Schulpräsidenten von der weit über die Grenzen des Kantons bekannten Schule Niniho mit ihrer pädagogisch verfehlten SOL-Methode sowie die Kritik am unbefriedigenden Abarbeiten ganzer Stösse von Arbeitsblättern in Lernlandschaften und Lernateliers, wie zum Beispiel in der Sekundarschule in Dielsdorf, sollten im Kanton Zürich und im ganzen Land zum Thema werden. Denn nicht an IT- Kenntnissen fehlt es den Schulabgängern, sondern zuallererst am Basiswissen in Deutsch, dem Grundlagenfach für alle anderen Lernbereiche, so eine Anzahl von Firmenchefs im Kanton St. Gallen.

Als Schlusspunkt unseres Newsletters eine erfreuliche Nachricht aus dem Kanton Bern: Dort findet die Abstimmung über die Volksinitiative «Für demokratische Mitsprache – Lehrpläne vors Volk!» ebenfalls am 4. März 2018 statt, und das Initiativkomitee rüstet sich für den Einsatz im Abstimmungskampf mit einem ansprechenden Flyer. Ein Ansporn für uns Zürcherinnen und Zürcher!

Für das Redaktionsteam «Lehrplan vors Volk»

Marianne Wüthrich 


Inhalt

  • Mut zum Gegenläufigen

  • Verkommt Schule zur digitalen Diktatur?

  • Schöne neue Bildungswelt

  • Wahres Wissen ist human

  • «Das Menschliche wird zunehmend verdrängt»

  • Freigestellter Lehrer kandidiert für das Schulpflegepräsidium

  • «Nicht funktionierende Schulsysteme»

  • Abgänge in der Schulführung sorgen für böse Gerüchte

  • Zur Diskussion um die Schulen

  • Firmenchefs fordern besseres Deutsch
Kommentar

  • Starke Volksschule Bern, Initiative «Für demokratische Mitsprache – Lehrpläne vors Volk!» 

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