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Mittwoch, 30.1.2019

Selbsttätiges Lernen, Lernateliers:

Erleichtert oder verleidet die Schule unseren Kindern das Lernen?

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Newsletter vom 13.5.2018

Vorwort

Was erfahrene Lehrer seit langem in die Schuldebatte einbringen, kommt in jüngster Zeit vermehrt bei den Medien an: Der Lernerfolg hängt nicht von einer Um-Möblierung des Schulzimmers und von Tablets für alle ab, sondern von der Persönlichkeit der Lehrerin und ihrer Fähigkeit, die Schüler in die Welt des Lernens einzuführen und ihnen über sachliche und persönliche Klippen hinwegzuhelfen. In diesem Newsletter finden Sie eine erfreuliche Fülle von Artikeln verschiedener Autoren, die bei diesem zentralen Punkt bleiben: Auf den Lehrer kommt es an.

Es schläckt’s kei Geiss weg: Das selbstorganisierte Lernen (SOL) – oder Lernen ohne Lehrer (LoL), wie Carl Bossard die Absurdität noch deutlicher benennt – ist gescheitert. Der Versuch der LCH-Leitung, von dieser Tatsache abzulenken, indem sie den Lärm in den Schulzimmern als Ursache der sich häufenden schwachen Schulleistungen hinstellt, ist ebenfalls eine schwache Leistung. – Dass es im lehrergeführten Unterricht ruhiger ist und dass so auch ein gutes Lernklima entstehen kann, leuchtet jedem ein. Damit wächst auch die Chance für die zuhause weniger geförderten Kinder, den Stoff zu verstehen und Selbstvertrauen zu gewinnen, wie Michael Felten in der Süddeutschen Zeitung festhält.

Im Tages-Anzeiger war dieser Tage sogar zu lesen: «Erfolgreiches Lernen besteht vor allem aus zwei Zutaten: Wiederholung und Fleiss.» (Seite 7). Wer hätte das gedacht! ETH-Professorin Elsbeth Stern ist eine weitere Pädagogin, welche die Bedeutung des Lehrers ins Zentrum stellt und mit falschen Theorien über Lerntypen und «gute» Lernorte aufräumt: «Entscheidend sei nicht der Ort, an dem man lerne, sondern die Konzentration.» Und weiter: «Damit neues Wissen langfristig gespeichert wird, braucht es in erster Linie Wiederholung – und Verständnis für die Zusammenhänge.» (Seite 9) Das erinnert mich an ein Lehrmittel zur Lern- und Arbeitstechnik, das wir vor rund 20 Jahren in der Berufsschule benutzt haben: Dort stand genau dasselbe drin, und meinen Schülern leuchtete es ohne weiteres ein, wenn wir darüber sprachen, wie nachhaltiges Lernen funktioniert.

Schliesslich erzählt eine Lehrerin in der Sächsischen Zeitung, wie sie ihre Schüler für Mathematik begeistert und auch an ihren kleineren und grösseren Alltagssorgen Anteil nimmt. So macht der Lehrerberuf Freude!

Wir wünschen Ihnen beim Lesen ebenfalls viel Freude. Vielleicht kriegen Sie Lust, einen Leserbrief zu einem der hier abgedruckten oder zu einem anderen Artikel zu schreiben?

Für die «Starke Volksschule Zürich»

Marianne Wüthrich

 


 

Inhalt

  • Vorwort
  • Wenn Lärm Lernen verhindert
  • Smartphone-Pädagogik
  • «Nichts gegen Frontalunterricht
  • Immer und immer wieder
    Sieben Lernthesen im Check
  • Wie diskutieren Sie im Klassenzimmer, Frau Skomski
  • Kontraproduktive Schulpolitik
  • Aus der Leserschaft: Reaktionen zum letzten Newsletter

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